Vom 28. Juni bis zum 3. Juli 2026 traf sich das BRIDGE-Konsortium in Herpt, Niederlande, zu einem intensiven transnationalen Fortbildungsprogramm zur Stärkung der Kompetenzen von Jugendarbeitsfachkräften, die junge Migrantinnen und Migranten unterstützen. Vertreterinnen und Vertreter aus Spanien, Italien, Griechenland, Deutschland und den Niederlanden nahmen an der Veranstaltung teil und verbanden dabei praktisches Lernen mit kollaborativer Planung für die nächsten Projektphasen.
Über die Fortbildungssitzungen hinaus lebten die Teilnehmenden die ganze Woche zusammen, aßen gemeinsam, kochten, organisierten die täglichen Aufgaben und verbrachten Zeit miteinander außerhalb des Kursraums. Diese Erfahrung trug dazu bei, nicht nur eine stärkere berufliche Zusammenarbeit aufzubauen, sondern auch bedeutungsvolle persönliche Verbindungen zu schaffen, die den kollaborativen Geist stärken, der dem BRIDGE-Projekt zugrunde liegt.
Der Dienstag widmete sich den ungleichen Dynamiken, die zwischen Fachkräften und jungen Migrantinnen und Migranten entstehen können — eingeführt von der Asociación Creativa durch eine Kombination aus Theorie und interaktiven Übungen dazu, wie Machtungleichgewichte zu einem Risikofaktor in der Jugendarbeit werden können.
Eine World-Café-Sitzung unter der Leitung von Parsec lud die Teilnehmenden ein, Frühzeichen der Marginalisierung zu kartieren, ihre Ansätze zur Handhabung von Konflikten und schwierigen Fällen zu vergleichen und gemeinsame Checklisten zur Erkennung von Warnsignalen für Marginalisierung und Radikalisierung zu erarbeiten.
Der Tag umfasste auch zwei kürzere Sitzungen: Gewerkstatt teilte Strategien zur Unterstützung queerer Kinder und junger Erwachsener in der Jugendarbeit, während Changes & Chances Storytelling-Techniken vorstellte als Möglichkeit für junge Menschen, Frustration und Erwartungen sicher auszudrücken.
Der Donnerstag verband zwei komplementäre Ansätze zur Einbeziehung Jugendlicher. Eine Sitzung zum Peer-Education-Rahmen unter der Leitung von Parsec untersuchte, wie junge Menschen selbst zu Bildungsverantwortlichen werden können, und stützte sich dabei auf Fachkräfte-Erfahrungen und Videoberichte; darauf folgte eine Gamification-Sitzung von Changes & Chances, in der Spiele vorgestellt und Spielen als Werkzeug zum Abbau von Kommunikationsbarrieren diskutiert wurde.
Der Höhepunkt des Tages war der erste Co-Kreations-Workshop für Mixing Culture, das pädagogische Brettspiel, das im Rahmen von BRIDGE entwickelt wird. Alle Partner arbeiteten an einer praxisorientierten Methodik zur Anleitung junger Migrantinnen und Migranten bei der Spielentwicklung — Ideen, die die Grundlage für die gemeinsame Co-Kreation mit jungen Migrantinnen und Migranten in der nächsten Projektphase bilden werden. Die Fortbildung schloss mit einer Präsentation der Online-Plattform und einer abschließenden Feedbackrunde.
Tag 1: Ankunft
Ankunft der Teilnehmenden aus den fünf Partnerländern, gefolgt von einer gemeinsamen Kochsession und einem informellen Willkommensessen.Tag 2: Empathisches Zuhören
Die Fortbildung begann mit einem Modul zum Empathischen Zuhören unter der Leitung von Parsec, das mit einer eingehenden Betrachtung der Projektziele und der bevorstehenden Phasen WP3 und WP4 eröffnet wurde. Die Teilnehmenden erkundeten nicht wertendes, traumasensibles Kommunizieren, schöpften dabei aus den Erfahrungen und Erfahrungsberichten von Fachkräften und jungen Migrantinnen und Migranten, die im Rahmen der Projekt-Focus-Groups gesammelt wurden, und reflektierten darüber, wie sie eigene professionelle Vorannahmen erkennen und überwinden können. Der Tag schloss mit praktischen Workshops, in denen diese Zuhörtechniken eingeübt wurden.Tag 3: Konfliktlösung und Risikofaktoren für soziale Marginalisierung und Radikalisierung
Der Dienstag widmete sich den ungleichen Dynamiken, die zwischen Fachkräften und jungen Migrantinnen und Migranten entstehen können — eingeführt von der Asociación Creativa durch eine Kombination aus Theorie und interaktiven Übungen dazu, wie Machtungleichgewichte zu einem Risikofaktor in der Jugendarbeit werden können.
Eine World-Café-Sitzung unter der Leitung von Parsec lud die Teilnehmenden ein, Frühzeichen der Marginalisierung zu kartieren, ihre Ansätze zur Handhabung von Konflikten und schwierigen Fällen zu vergleichen und gemeinsame Checklisten zur Erkennung von Warnsignalen für Marginalisierung und Radikalisierung zu erarbeiten.
Der Tag umfasste auch zwei kürzere Sitzungen: Gewerkstatt teilte Strategien zur Unterstützung queerer Kinder und junger Erwachsener in der Jugendarbeit, während Changes & Chances Storytelling-Techniken vorstellte als Möglichkeit für junge Menschen, Frustration und Erwartungen sicher auszudrücken.
Tag 4: Eine Lernexkursion nach Rotterdam
Der Mittwoch führte die Gruppe aus dem Kursraum heraus nach Rotterdam, beginnend mit einem Besuch des FENIX Museum of Migration, das der menschlichen Erfahrung der Migration durch zeitgenössische Kunst, Fotografie, historische Objekte und Architektur gewidmet ist. Der Tag wurde mit dem Keti Koti Festival fortgesetzt, das die Abschaffung der Sklaverei in den Niederlanden durch Kunst, Musik, Essen und Handwerk commemoriert — eine eindrucksvolle Gelegenheit, Migration, Erinnerung und Zugehörigkeit aus einem anderen kulturellen Blickwinkel zu reflektieren.Tag 5: Peer Education, Gamification und Co-Kreation
Der Donnerstag verband zwei komplementäre Ansätze zur Einbeziehung Jugendlicher. Eine Sitzung zum Peer-Education-Rahmen unter der Leitung von Parsec untersuchte, wie junge Menschen selbst zu Bildungsverantwortlichen werden können, und stützte sich dabei auf Fachkräfte-Erfahrungen und Videoberichte; darauf folgte eine Gamification-Sitzung von Changes & Chances, in der Spiele vorgestellt und Spielen als Werkzeug zum Abbau von Kommunikationsbarrieren diskutiert wurde.
Der Höhepunkt des Tages war der erste Co-Kreations-Workshop für Mixing Culture, das pädagogische Brettspiel, das im Rahmen von BRIDGE entwickelt wird. Alle Partner arbeiteten an einer praxisorientierten Methodik zur Anleitung junger Migrantinnen und Migranten bei der Spielentwicklung — Ideen, die die Grundlage für die gemeinsame Co-Kreation mit jungen Migrantinnen und Migranten in der nächsten Projektphase bilden werden. Die Fortbildung schloss mit einer Präsentation der Online-Plattform und einer abschließenden Feedbackrunde.
Vorbereitung der nächsten BRIDGE-Phasen
Über die Fortbildungsinhalte hinaus diente die Woche der Koordination der bevorstehenden Projektaktivitäten. Die Partner verständigten sich auf folgende nächste Schritte:- E-Learning-Plattform: Aufbau einer kostenlosen, offenen E-Learning-Plattform, die in den verschiedenen Projektsprachen verfügbar ist, damit alle Fachkräfte, die mit jungen Migrantinnen und Migranten arbeiten, auf die Fortbildungsinhalte zugreifen können.
- Austausch bewährter Praktiken: Weitergabe erfolgreicher Ansätze und gewonnener Erkenntnisse unter Jugendarbeitsfachkräften aller Partnerländer.
- Einbeziehung junger Migrantinnen und Migranten: Identifizierung und Einbeziehung von Gruppen junger Migrantinnen und Migranten, die am Peer-Education-Prozess teilnehmen werden.
- Umsetzung von Peer Education: Stärkung dieser jungen Migrantinnen und Migranten, damit sie selbst zu Peer-Educators werden und künftige Mixing-Culture-Sitzungen in ihren eigenen Gemeinschaften leiten können.
- Dokumentarische Videoserie: Aufzeichnung einer Reihe von Videoepisoden, die den Fortschritt und die Wirkung des Projekts dokumentieren.
Gemeinsam vorankommen
Die Fortbildung in Herpt markierte einen wichtigen Meilenstein für die BRIDGE-Partnerschaft. Durch die Verbindung von beruflicher Weiterentwicklung, kollaborativer Planung und interkulturellem Austausch stärkten die Teilnehmenden sowohl ihre praktischen Fähigkeiten als auch das internationale Netzwerk, das für den verbleibenden Projektzeitraum weiterhin gemeinsam daran arbeiten wird, junge Migrantinnen und Migranten zu unterstützen.
