Am 6. und 7. November 2025 traf sich das BRIDGE-Konsortium in Bochum, Deutschland, zu unserem ersten transnationalen Partnerschaftstreffen in Präsenz. Mit je drei Vertreter*innen aus jedem Partnerland markierten diese zwei intensiven Tage einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Verwirklichung unserer gemeinsamen Vision.
Tag 1: Grundlagen legen
Willkommen in Bridgeland
Das Treffen begann mit einer kreativen Kennenlernaktivität, die den Geist unseres Projekts treffend verkörperte. Die Teilnehmenden wurden in drei ländergemischte Gruppen aufgeteilt und gebeten, sich als Ratsmitglieder von „Bridgeland“ vorzustellen – einem utopischen Staat, in dem jede Person ein wichtiges kulturelles Merkmal ihres Heimatlandes vertreten sollte. Diese Übung brach nicht nur das Eis, sondern verdeutlichte auch den interkulturellen Dialog, der das Herzstück von BRIDGE bildet.
Unsere Zielgruppe definieren
Nach der Vorstellung durch unsere Projektkoordination stellte jede Partnerorganisation ihren Handlungskontext mit besonderem Fokus auf die Zielgruppe des Projekts vor. Diese Präsentationen bestätigten, dass alle Partner über die notwendigen Netzwerke lokaler Verbände und spezialisierter Einrichtungen verfügen, um sowohl Sozialarbeiter*innen als auch junge Migrantinnen und Migranten – einschließlich unbegleiteter ausländischer Minderjähriger – im Rahmen der Projektaktivitäten effektiv zu erreichen und einzubeziehen.
Forschungs- und Trainingsrahmen (WP2)
QBS Gewerkstatt, unser deutscher Partner und WP2-Leiter, stellte das umfassende Arbeitspaketmodell vor, das sich auf drei Kernkomponenten stützt:
A. Vergleichende Karte
Jeder Partner wird aktuelle Daten beisteuern und zwei bewährte Praktiken zur Situation unbegleiteter Minderjähriger (UMAs) in seinem Land identifizieren. Das deutsche Team wird diese Beiträge zu einer umfassenden Vergleichenden Karte mit gesamteuropäischer Perspektive zusammenführen.
B. Bedarfsanalyse
Diese zentrale Phase umfasst:
- Befragungen von 50 Sozialarbeiter*innen (10 pro Land)
- Fünf Fokusgruppen in den Partnerländern, bestehend aus je 12 minderjährigen Migrantinnen und Migranten (davon 4 unbegleitete Minderjährige) und 4 Sozialarbeiter*innen
- Das griechische Team (VELA) wird Leitlinien und Verfahren für die Durchführung dieser Fokusgruppen entwickeln, um eine einheitliche Vorgehensweise zu gewährleisten
C. Entwicklung des Trainingskits
Auf Grundlage der Ergebnisse aus der Vergleichenden Karte und der Bedarfsanalyse wird Parsec unser Trainingskit mit vier wesentlichen Modulen entwickeln:
- Empathisches Zuhören
- Peer-Education und Jugendbeteiligung
- Interkulturelle Mediation und Konfliktbewältigung
- Kinderschutz, Fallmanagement & Verweisungswege
Bestätigter Zeitplan:
- Ende Januar 2026: Desk-Research und erste Umfrageauswertung abgeschlossen
- Dezember 2025 – Februar 2026: Fokusgruppen durchgeführt; Länderberichte erstellt
- April – Mai 2026: Trainingsmodule entwickelt
Kommunikationsstrategie (WP5)
Nach dem Mittagessen stellte Asociación Creativa (Spanien) unsere Verbreitungsstrategie vor. Wichtige getroffene Vereinbarungen:
Website-Management: Projektaktualisierungen und Artikel werden zweimonatlich veröffentlicht, abgestimmt auf die Projektzeilenplan-Meilensteine
Soziale Medien: Rotierender wöchentlicher Inhaltserstellungszyklus, bei dem jeder Partner etwa alle fünf Wochen Inhalte produziert
Videoproduktion: Jeder Partner wird ein Promotionsvideo erstellen, das Interviews mit einem minderjährigen Migranten bzw. einer minderjährigen Migrantin und einer Sozialarbeiter*in enthält, basierend auf einem vom spanischen Team vorbereiteten Standardskript
Das spanische Team wird außerdem standardisierte Vorlagen entwickeln, um die visuelle Konsistenz aller Partnerinhalte zu gewährleisten, und Logodesign-Optionen zur Abstimmung im Konsortium vorschlagen.
Tag 2: Koordination und Planung
Qualitätssysteme und Werkzeuge
Die Projektkoordination führte eine detaillierte Schulung zur Projektplattform durch, mit Schwerpunkt auf Qualitätsbewertungssystemen und Budgetverwaltung. Die Partner bekräftigten ihre Verpflichtung zur Nutzung der wichtigsten Koordinationswerkzeuge:
- EU-Monitor-Plattform für formale Berichterstattung
- Projekt-Google-Gruppe für allgemeine Kommunikation
- WhatsApp-Gruppe für schnelle Kommunikation während der Treffen
Ausblick
Das Konsortium legte den zukünftigen Besprechungsplan fest:
Steuerungsgruppensitzungen: Zweimonatlich am ersten Donnerstag des jeweiligen Monats um 10:00 Uhr MEZ, beginnend im Dezember 2025
Transnationale Treffen:
- 29. Juni – 3. Juli 2026: Trainingssitzung in den Niederlanden (4 Vertreter*innen pro Land)
- 3.–6. Februar 2027: Partnerschaftstreffen auf den Kanarischen Inseln, Spanien (2 Vertreter*innen pro Land)
- Griechenland-Treffen und Abschlusskonferenz in Rom: Datum noch festzulegen
Gemeinsam vorwärts
Als wir Bochum verließen, war die Energie und das Engagement der Partner spürbar. Das Treffen hat nicht nur unseren Arbeitsplan und die Zeitpläne geklärt, sondern auch die persönlichen Verbindungen gestärkt, die unsere Zusammenarbeit in den kommenden Monaten tragen werden.
Unsere nächsten Schritte sind klar: Die Desk-Research ist bereits im Gange, die Umfragevorbereitungen schreiten voran und die Fokusgruppen-Planung ist in Bewegung. Das BRIDGE-Projekt geht von der Planung in die Umsetzung über.
Bleiben Sie auf dem Laufenden, während wir beginnen, Erkenntnisse von Sozialarbeiter*innen und jungen Migrantinnen und Migranten aus unseren fünf Partnerländern zu sammeln. Ihre Stimmen werden die Trainingstools und Methoden prägen, die letztlich Jugendarbeiter*innen in ganz Europa stärken werden.
Über das BRIDGE-Projekt
BRIDGE (Building Resilience through Intercultural Dialogue and Growth in Europe) ist ein Erasmus+-Projekt, das Partner aus Italien, Spanien, Deutschland, den Niederlanden und Griechenland zusammenbringt, um innovative Trainingsmethoden und praktische Werkzeuge für Jugendarbeiter*innen zu entwickeln, die junge Migrantinnen, Migranten und Geflüchtete unterstützen.
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